Harninkontinenz

Hauptaufgabe der Harnblase ist es den Harn, der aus beiden Nieren abgegeben wird, kontinuierlich zu sammeln. Wenn die Blase ca. 150 bis 200 ml voll ist wird durch einen Nervenreiz der Harndrang ausgelöst.

Normalerweise kann man die Blasenentleerung willentlich beeinflussen und unterdrücken. Dabei spricht man von Kontinenz. Entwickelt sich eine Inkontinenz, kann die Betroffene/der Betroffene diesen Vorgang nicht mehr willentlich steuern, es kommt zum unwillkürlichen Harnabgang. Ort und Zeitpunkt können nicht oder nur selten selbst bestimmt werden.

Junge Frauen sind von einer Harninkontinenz häufiger betroffen als junge Männer. Insbesondere die körperlichen Belastungen während Schwangerschaft und Geburt sowie hormonelle Veränderungen ab der Menopause fördern bei Frauen Harninkontinenz. Mit höherem Alter sind beide Geschlechter gleich oft betroffen. Das Zusammentreffen mehrerer altersbedingter Veränderungen der Harnblase, das gleichzeitige Bestehen mehrerer Erkrankungen wie z.B. Alzheimer, Durchblutungsstörungen, andere neurologische Erkrankungen, Depressionen, Vergrößerung der Prostata oder auch Diabetes mellitus sowie die Einnahme von Medikamenten kann die Entstehung einer Harninkontinenz fördern.

Verschiedene Behandlungen sind z.B. Beckenboden- und Blasentraining, Medikamente, Nervenstimulation oder in extremen Fällen Operationen.

Quellen: https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/harninkontinenz-ursachen.html

http://www.apotheken-umschau.de/Harninkontinenz/Harninkontinenz-Therapie-11598_5.html