Herzinfarkt

Bei einem plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes spricht man von einem Herzinfarkt. Dieses Ereignis ist lebensbedrohlich, daher ist schnelles Handeln entscheidend. Verschließt sich eines der 3 großen Herzkranzgefäße (Koronararterien), wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das Gefäß muss nun in wenigen Stunden wieder geöffnet sein. Gelingt dies nicht, stirbt das nicht durchblutete Muskelgewebe ab. Eine effiziente Erste Hilfe kann bei einem Herzinfarkt nicht nur lebensentscheidend sein, sondern auch vor schweren Folgeschäden bewahren.

Das betroffene Gewebe wird als Infarkt bezeichnet. Je größer das betroffene Gefäß, desto größer auch der Infarkt.

Symptome, die auf einen Herzinfarkt hinweisen, können z.B. einengendes oder brennendes Gefühl im Brustkorb, Schmerzen im linken Arm, Oberbauch, zwischen den Schulterblättern, im Rücken oder Hals und Kiefer, unspezifische Symptome wie Angst, Übelkeit, Schwitzen, kalter Schweiß sowie Atemnot sein. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie z.B. erhöhter Blutdruck. Ungefähr 30 Prozent der Herzinfarkte verlaufen tödlich.

Erste Hilfemaßnahmen sollten vor allem der Stressreduzierung dienen. Sie sollten die Betroffene/den Betroffenen beruhigen und den Oberkörper hoch lagern z.B. an eine Wand anlehnen lassen. Die Person soll langsam und tief einatmen. Notruf 144 oder 112 entweder selbst wählen oder an einen anderen delegieren. Die Betroffene/den Betroffenen zudecken, weiter betreuen und beruhigen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Quellen: http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-ein-herzinfarkt_28.html

https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/notfall-herzinfarkt.html